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Selbstwert stärken: Wie du deine innere Stärke und Resilienz entwickelst

  • Autorenbild: burkhardtamara013
    burkhardtamara013
  • vor 1 Tag
  • 5 Min. Lesezeit

Warum ein gesunder Selbstwert so wichtig für unser Wohlbefinden ist


Kennst du das Gefühl, deinen eigenen Wert manchmal infrage zu stellen? Vielleicht kennst du Gedanken wie:

Bin ich gut genug? Warum bin ich noch nicht dort, wo andere schon sind?


Viele Menschen verbinden ihren Selbstwert mit äusseren Faktoren: mit Leistung, Erfolg, Aussehen, Beziehungen oder der Meinung anderer Menschen. Solange wir Anerkennung erhalten, fühlen wir uns gesehen und bestätigt.


Was geschieht, wenn diese Bestätigung ausbleibt? Wenn ein Erfolg nicht eintritt? Wenn eine Beziehung endet? Wenn jemand unsere Bemühungen nicht wahrnimmt? Wenn wir mit Kritik konfrontiert werden? Dann können alte Zweifel auftauchen:

Was stimmt mit mir nicht?

Warum bin ich nicht genug?

Warum gelingt es anderen leichter?


Doch vielleicht liegt die wichtigere Frage nicht darin, was mit uns nicht stimmt. Vielleicht dürfen wir uns eine andere Frage stellen:


Wer bin ich wirklich, unabhängig von meiner Leistung, meiner Rolle und der Meinung anderer Menschen?


Diese Frage kann herausfordernd sein, aber sie kann auch ein Weg zurück zu uns selbst sein. Denn unser Selbstwert entsteht nicht dadurch, dass wir etwas beweisen müssen. Er wächst, wenn wir beginnen, uns selbst wahrzunehmen, anzunehmen und wieder mit unserem eigenen Wesen in Verbindung zu kommen. Du bist nicht wertvoll, weil dich jemand auswählt. Du bist nicht wertvoll, weil du immer alles richtig machst.

Du bist wertvoll, weil du bist.


Ein gesunder Selbstwert bedeutet nicht, immer selbstbewusst aufzutreten oder nie Zweifel zu haben. Es bedeutet, eine wertschätzende Beziehung zu sich selbst aufzubauen, auch dann, wenn etwas nicht gelingt oder das Leben herausfordernd wird.

Darin liegt die Verbindung zur Resilienz: Ein stabiler Selbstwert gibt uns inneren Halt. Er hilft uns, Krisen, Veränderungen und schwierige Lebenssituationen nicht als Beweis gegen unseren eigenen Wert zu erleben.

Was bedeutet Selbstwert eigentlich?

Selbstwert beschreibt die innere Haltung, die wir uns selbst gegenüber haben. Es geht um die Frage: Kann ich mich auch dann annehmen, wenn ich Fehler mache? Kann ich freundlich mit mir umgehen, wenn etwas nicht funktioniert? Kann ich meine Bedürfnisse wahrnehmen und ernst nehmen? Viele Menschen haben gelernt, ihren Wert davon abhängig zu machen, was sie leisten oder wie andere Menschen sie bewerten. Unser Wert ist nicht verhandelbar.

Er hängt nicht ab von:

  • unserem Beruf

  • unserem Beziehungsstatus

  • unserem Einkommen

  • unserer Vergangenheit


Unser Wert entsteht nicht dadurch, dass wir etwas beweisen müssen. Er darf erkannt und wiedergefunden werden. Der Wunsch nach Anerkennung ist menschlich. Jeder Mensch möchte gesehen, verstanden und angenommen werden. Schwierig wird es dann, wenn unser gesamtes Selbstbild davon abhängig wird, was andere Menschen über uns denken. Jeder Mensch betrachtet die Welt durch seine eigene Geschichte, seine Erfahrungen, Werte und Überzeugungen. Die Meinung eines anderen Menschen beschreibt deshalb immer nur seine persönliche Wahrnehmung, nicht die ganze Wahrheit über uns. Wenn jemand unsere Leistung nicht erkennt, uns kritisiert oder uns nicht versteht, bedeutet das nicht, dass wir weniger wert sind. Es bedeutet nur, dass diese Person die Situation aus ihrer eigenen Perspektive betrachtet.


Die wichtigste Beziehung in unserem Leben ist die Beziehung zu uns selbst.

Ein erster Schritt ist, bewusst wahrzunehmen, wie wir innerlich mit uns sprechen.

Würden wir mit einem Menschen, den wir lieben, genauso sprechen, wie wir manchmal mit uns selbst umgehen? Viele Menschen sind sehr streng mit sich. Sie sehen, was noch fehlt, aber vergessen, was sie bereits geschafft haben.


Eine kleine Übung:

Beobachte eine Woche lang deine innere Sprache.

Frage dich:

  • Wie spreche ich mit mir?

  • Würde ich so auch mit einem guten Freund oder einer guten Freundin sprechen?

  • Was darf ich an mir anerkennen?


Hilfreiche Sätze können sein:

„Ich muss nicht perfekt sein, um angenommen zu werden.“

„Ich sehe, was ich jeden Tag bewältige.“

Am Anfang kann sich das ungewohnt anfühlen. Das ist normal. Viele Menschen haben gelernt, sich zu verbessern, aber nicht, sich selbst anzuerkennen.

Selbstwert und Kreativität:

Aus meiner Ausbildung und meiner beruflichen Praxis durfte ich erfahren, wie wertvoll der Zugang über den Körper und kreative Ausdrucksformen sein kann. Selbstwert entsteht nicht nur über Gedanken. Er wächst auch durch die Erfahrung, sich selbst wahrzunehmen und mit sich verbunden zu sein. Durch Körperwahrnehmung, Bewegung, Stimme, Musik oder kreative Ausdrucksformen können wir wieder lernen, unsere eigenen Bedürfnisse besser zu spüren. Gerade wenn Menschen lange funktioniert, viel geleistet oder sich stark an anderen orientiert haben, kann der Zugang zum eigenen Erleben verloren gehen.

Selbstfürsorge lernen:

Ein wichtiger Teil von Selbstwert ist auch, bewusst wahrzunehmen, wie wir mit unserer eigenen Energie umgehen. Wenn wir beginnen, uns selbst mehr zu achten, lernen wir wieder besser wahrzunehmen, was uns stärkt und was uns Kraft kostet.


Übung: Mein Energiegefäss

Male ein grosses Gefäss oder einen Krug auf ein Blatt Papier.

Stelle dir vor, dieses Gefäss steht für deine persönliche Lebensenergie.

Wie voll ist dein Gefäss momentan?


Was füllt mein Energiegefäss?

Vielleicht ist es:


  • Musik, die dich berührt und mit dir verbindet

  • Bewegung oder Tanzen

  • Zeit in der Natur

  • Kreativität, Schreiben, Malen, Gestalten oder Musizieren

  • Menschen, bei denen du dich gesehen und angenommen fühlst

  • Ruhe, Rückzug und Zeit nur für dich

  • gesunde Ernährung

  • Lernen, Weiterbildung und persönliche Entwicklung

  • neue Erfahrungen, die dich inspirieren

  • Dankbarkeit und kleine Momente der Freude im Alltag


Was leert mein Energiegefäss?

Vielleicht:


  • fehlende Grenzen und Schwierigkeiten, „Nein“ zu sagen

  • ständige Anpassung an die Erwartungen anderer Menschen

  • Situationen, in denen du dich selbst zurückstellst

  • Konflikte oder ungelöste Spannungen

  • ständiges Vergleichen mit anderen

  • Menschen oder Beziehungen, bei denen du dich nicht frei und angenommen fühlst

  • negative Gespräche und starke Selbstkritik

  • Dinge, die du tust, obwohl dein Körper eigentlich eine Pause braucht


Diese Übung ist keine Bewertung. Es geht nicht darum, ob dein Gefäss „voll genug“ ist.

Es geht darum, wieder mit dir selbst in Kontakt zu kommen.


Selbstwert ist eine Kraftquelle für Resilinez. Selbstwert entsteht nicht von heute auf morgen. Es ist kein Zustand, den wir einfach erreichen und danach für immer behalten. Vielmehr ist es eine Beziehung zu uns selbst, die wachsen und sich verändern darf. Ein gesunder Selbstwert bedeutet nicht, dass wir keine Unsicherheiten mehr haben. Wir müssen nicht perfekt sein. Wir müssen nicht immer stark sein. Wir dürfen Mensch sein. Der Weg zu mehr Selbstwert beginnt dort, wo wir aufhören, gegen uns selbst zu kämpfen und anfangen, uns selbst mit mehr Verständnis, Wertschätzung und Mitgefühl zu begegnen.


Diese ersten Schritte können ein Anfang sein. Sie können uns helfen, wieder bewusster wahrzunehmen. Gleichzeitig dürfen wir anerkennen, dass ein tiefer Selbstwert oft mit verschiedenen Lebensbereichen verbunden ist. Manchmal begegnen uns dabei auch Themen, die länger zurückliegen, prägende Erfahrungen, alte Verletzungen, familiäre Muster oder Überzeugungen, die wir über uns selbst entwickelt haben. Solche Themen brauchen manchmal Zeit, Raum und vielleicht auch Unterstützung, um verstanden und verändert werden zu können. Es geht nicht darum, alles auf einmal zu lösen. Es geht darum, Schritt für Schritt wieder mehr Verbindung zu sich selbst aufzubauen.

Jede Veränderung beginnt mit dem ersten Schritt.

 
 

Meine Arbeit ersetzt keine Behandlung durch einen Arzt oder Heilpraktiker. Auch erstelle ich keine Diagnosen. Meine Arbeit dient ausschliesslich der Hilfe zur Selbsthilfe, sei es durch die Stärkung der Selbstheilungskräfte für den Selbstheilungsprozess oder für die Persönlichkeitsentwicklung.

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